Sicherheitsdienst beauftragen: Kosten, Leistungen & Tipps 2025

Wachschutz, Objektschutz oder Veranstaltungssicherheit — was kostet ein Sicherheitsdienst? Alle Preise, Qualitätskriterien und worauf du beim Beauftragen achten musst.

05. April 20268 Min. Lesezeit

Was kostet ein Sicherheitsdienst? Preisübersicht 2025

Die Kosten für Sicherheitsdienstleistungen variieren je nach Einsatzbereich, Qualifikation der Mitarbeiter und Region erheblich. Hier aktuelle Marktpreise:

LeistungStundensatzTagessatz (8h)
Objektschutz (einfach)18 – 28 €/h150 – 250 €
Pfortendienst / Empfangssicherheit20 – 32 €/h170 – 280 €
Revierdienst / Streifendienst22 – 35 €/h190 – 300 €
Veranstaltungssicherheit (Ordner)20 – 35 €/h170 – 300 €
Türsteher / Einlasskontrolle20 – 40 €/h180 – 350 €
Personenschutz (Bodyguard)60 – 150 €/h500 – 1.200 €
Alarminterventionpauschal 80 – 200 €/Einsatz
Videoüberwachung (remote)500 – 2.000 €/Monat

Mindeststundensatz: Seit 2024 gilt im Bewachungsgewerbe ein tariflicher Mindestlohn von 13,50 – 15,20 €/h (je nach Bundesland). Angebote darunter sollten kritisch geprüft werden.

Einsatzbereiche: Welcher Sicherheitsdienst passt zu dir?

Objektschutz

Schutz von Gebäuden, Arealen oder Einrichtungen rund um die Uhr oder zu bestimmten Zeiten. Häufig für:

  • Industrie- und Gewerbegelände
  • Einkaufszentren und Geschäfte
  • Baustellen (Diebstahl von Material, Vandalismus)
  • Kliniken und Pflegeeinrichtungen
  • Öffentliche Einrichtungen, Schulen

Veranstaltungssicherheit

Pflicht bei öffentlichen Veranstaltungen ab einer bestimmten Besucherzahl (variiert je nach Bundesland). Leistungen:

  • Zutrittskontrolle und Ticketprüfung
  • Taschenkontrollen (Hausrecht)
  • Ordner und Crowd Management
  • Erste-Hilfe-Koordination
  • Notfall- und Evakuierungsmanagement

Revierdienst

Mobiler Dienst, der mehrere Objekte in einem Revier überwacht. Kosteneffizienter als 24/7-Objektschutz. Ideal für kleine Unternehmen und Gastronomie nach Schließung.

Personenschutz

Professioneller Personenschutz ("Bodyguard") für Führungskräfte, Prominente oder gefährdete Personen. Extrem qualifizierte Mitarbeiter, entsprechend hohe Kosten ab 60 €/h.

Rechtliche Voraussetzungen: Was muss ein Sicherheitsdienst mitbringen?

Das Bewachungsgewerbe ist in Deutschland streng reguliert. Das musst du beim Beauftragen prüfen:

  • Gewerbezulassung §34a GewO: Jeder Sicherheitsdienst braucht eine Erlaubnis nach §34a Gewerbeordnung. Frag immer nach der aktuellen Erlaubnisurkunde
  • Sachkundeprüfung: Mitarbeiter in bestimmten Bereichen (Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen, Kaufhäuser) brauchen eine IHK-Sachkundeprüfung
  • Zuverlässigkeitsprüfung: Alle Mitarbeiter müssen durch die Behörden überprüft sein (§34a GewO)
  • Haftpflichtversicherung: Pflicht — mindestens 1 Mio. € Deckung. Lass dir den Nachweis zeigen
  • Mindestlohn-Tarifvertrag: Bewachungsgewerbe hat eigenen Tarifvertrag — Unterschreitung ist illegal

Checkliste: Was beim Sicherheitsdienst-Vertrag beachten?

Vor dem Vertragsabschluss solltest du folgende Punkte klären:

  • ✅ Gewerbezulassung §34a GewO vorweisen lassen
  • ✅ Nachweis der Haftpflichtversicherung
  • ✅ Qualifikation der eingesetzten Mitarbeiter (Sachkunde, Ausbildung)
  • ✅ Genaue Leistungsbeschreibung im Vertrag (Zeiten, Aufgaben, Eskalationsprotokoll)
  • ✅ Reaktionszeiten bei Alarmierung festlegen
  • ✅ Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen prüfen (oft 3–12 Monate)
  • ✅ Mindestens 3 Vergleichsangebote einholen
  • ✅ Referenzen und Bewertungen recherchieren

Kosten sparen: Sicherheit muss nicht teuer sein

Folgende Maßnahmen können die Kosten für professionelle Sicherheitsdienste reduzieren:

  • Alarmanlagen + Videoüberwachung: Investition 2.000 – 10.000 € einmalig statt laufende Personalkosten. Abschreckung durch sichtbare Kameras allein reduziert Einbrüche um bis zu 70 %
  • Revierdienst statt Dauerpräsenz: Mobile Kontrolle statt fest stationiertem Wachmann — 50–70 % günstiger
  • Rahmenvertrag: Langfristige Verträge (12+ Monate) bieten oft 10–20 % Rabatt
  • Tageszeiten optimieren: Schutz nur zu Risikozeiten (nachts, Wochenende) statt 24/7

Seriöse Anbieter erkennen

Der Sicherheitsmarkt ist leider auch von Schwarzarbeit und Dumpingpreisen geprägt. Warnsignale:

  • ⚠️ Stundensätze unter 16 € (Mindestlohn unterschritten)
  • ⚠️ Keine schriftliche Gewerbezulassung vorzeigbar
  • ⚠️ Keine Referenzen oder Bewertungen auffindbar
  • ⚠️ Mitarbeiter ohne erkennbare Ausrüstung/Uniform
  • ⚠️ Sehr kurze Vertrags-AGB ohne klare Leistungsbeschreibung

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