Webshop erstellen: Kosten, Plattformen & Tipps 2025

Shopify, WooCommerce oder individuell? Wir vergleichen die beliebtesten Webshop-Plattformen nach Kosten, Funktionen und Aufwand — damit du die richtige Wahl triffst.

05. April 202610 Min. Lesezeit

Was kostet ein Webshop? Preisübersicht 2025

Die Kosten für einen Online-Shop variieren enorm — von 0 € bis über 100.000 € je nach Anforderung, Plattform und Dienstleister. Hier ein realistischer Überblick:

LösungEinmalige KostenMonatliche KostenGeeignet für
Shopify Basic0 €29 – 79 €Einsteiger, kleinere Shops
Shopify Advanced0 €299 €Wachsende Shops, niedrigere Transaktionsgebühren
WooCommerce (WordPress)500 – 5.000 € (Setup)20 – 100 € (Hosting)Flexibel, technikaffine Nutzer
Shopware Community1.000 – 10.000 € (Setup)50 – 200 € (Hosting)Mittelstand, B2B
IONOS / Jimdo Webshop0 €10 – 30 €Hobby, sehr kleiner Shop
Individueller Shop (Agentur)10.000 – 100.000 €variabelEnterprise, individuelle Anforderungen

Wichtig: Neben der Plattform fallen weitere Kosten an: Design-Theme (0 – 500 €), Plugins/Apps (20 – 200 €/Monat), Zahlungsanbieter (1,5 – 2,9 % + Gebühren), SSL-Zertifikat (meist inklusive) und laufende Wartung.

Die 5 beliebtesten Webshop-Plattformen im Vergleich

1. Shopify — Der All-in-One-Marktführer

Shopify ist weltweit die meistgenutzte Webshop-Plattform für kleine und mittlere Unternehmen. Der Grund: schneller Start, keine technischen Kenntnisse nötig, alles aus einer Hand.

  • Vorteile: Einfache Bedienung, riesiger App-Store (8.000+ Apps), zuverlässiger Hosting, guter Support
  • Nachteile: Monatliche Gebühren auch ohne Umsatz, Transaktionsgebühren bei Nutzung externer Zahlungsanbieter, begrenzte Anpassbarkeit ohne Code
  • Kosten: Ab 29 €/Monat + 2 % Transaktionsgebühr (entfällt bei Shopify Payments)
  • Ideal für: Einsteiger, Fashion/Lifestyle-Shops, physische Produkte

2. WooCommerce — Das flexible Open-Source-Kraftpaket

WooCommerce ist ein WordPress-Plugin und damit kostenlos — aber nicht umsonst. Hosting, Themes und Plugins kosten Geld, und technisches Know-how ist hilfreich.

  • Vorteile: Maximale Flexibilität, keine monatlichen Plattformgebühren, riesige Community, SEO-freundlich
  • Nachteile: Technischer Aufwand, Sicherheit selbst verantwortlich, Performance-Optimierung nötig
  • Kosten: Plugin kostenlos + Hosting ab 10 €/Monat + Plugins + Theme
  • Ideal für: Technik-affine Nutzer, Blogs mit Shop, individuelle Anforderungen

3. Shopware — Der Mittelstand-Champion

Shopware ist eine deutsche Plattform mit Fokus auf B2B und Mittelstand. Version 6 Community Edition ist Open Source und kostenlos.

  • Vorteile: Stark im B2B, DSGVO-konform, deutschsprachiger Support, modular erweiterbar
  • Nachteile: Steilere Lernkurve, teurere Agenturen, Hosting aufwendiger
  • Kosten: Community kostenlos + Agentur-Setup 2.000 – 15.000 €
  • Ideal für: B2B-Shops, Hersteller, Großhändler, Unternehmen ab 50k €/Jahr Umsatz

4. IONOS / Jimdo — Die einfachen Lösungen

Für sehr kleine Shops oder Hobby-Verkäufer bieten IONOS Online Shop und Jimdo einfache Baukästen ohne technischen Aufwand.

  • Vorteile: Sehr einfach zu bedienen, günstig, deutschsprachig
  • Nachteile: Stark eingeschränkt in Funktionen, schwache SEO-Optionen, kaum skalierbar
  • Kosten: 10 – 30 €/Monat
  • Ideal für: Hobbyverkäufer, lokale Händler mit wenigen Produkten

Webshop selbst erstellen vs. Agentur beauftragen

Die Kernfrage: Machst du es selbst oder holst du dir professionelle Hilfe?

KriteriumSelbst erstellenAgentur beauftragen
KostenGering (Zeit!)2.000 – 50.000 €
QualitätAbhängig vom KönnenProfessionell
ZeitaufwandHoch (Wochen–Monate)Gering für dich
Individuelle FeaturesBegrenztAlles möglich
SkalierbarkeitBegrenztHoch
SEOGrundlegendProfi-Umsetzung

Empfehlung: Bis 500 Produkte und ohne komplexe Anforderungen → Shopify oder WooCommerce selbst. Ab 500 Produkten, B2B-Funktionen, individuellem Design oder komplexen Prozessen → Agentur beauftragen.

Pflichtangaben im Webshop: Das musst du beachten

In Deutschland gibt es strenge rechtliche Anforderungen für Online-Shops. Fehler hier können teuer werden:

  • Impressum: Pflicht! Name, Adresse, Kontakt, bei GmbH: Handelsregisternummer, Geschäftsführer
  • Datenschutzerklärung: DSGVO-konform, inklusive Cookie-Hinweise, Verarbeitungszwecke
  • AGB: Widerrufsrecht, Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen
  • Widerrufsbelehrung: 14 Tage Widerrufsrecht bei Verbrauchern — Pflicht!
  • Preisangaben: inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten klar ausweisen
  • SSL-Zertifikat: https:// ist Pflicht für jeden Shop mit Zahlungsverkehr

Tipp: Viele Rechtsanwälte bieten spezielle Webshop-Pakete ab 200 €/Jahr an (z.B. Kanzlei Schwenke, IT-Recht Kanzlei, Händlerbund).

SEO für Online-Shops: So wirst du gefunden

Ein schöner Shop nützt nichts, wenn ihn niemand findet. SEO ist für E-Commerce essenziell:

  • Produktseiten optimieren: Unique Descriptions, strukturierte Daten (Schema.org), gute Meta-Titles
  • Kategorieseiten: Oft unterschätzt — mit Texten und internen Links anreichern
  • Ladezeit: Google bestraft langsame Shops — PageSpeed regelmäßig checken
  • Mobile-First: 60–70 % der E-Commerce-Käufe kommen von Mobilgeräten
  • Bewertungen: Echte Kundenbewertungen verbessern SEO und Conversion
  • Blog/Content: Ratgeber-Artikel und Guides ziehen organischen Traffic an

Zahlungsanbieter: Welche solltest du anbieten?

Fehlende Zahlungsmethoden sind der häufigste Grund für Warenkorbabbrüche. Biete mindestens diese 4 an:

  • PayPal: 50+ Millionen deutsche Nutzer — unverzichtbar. Kosten: 1,49 – 3,49 % pro Transaktion
  • Kreditkarte (Visa/Mastercard): Wichtig für internationale Kunden. Via Stripe oder Mollie ab 1,4 %
  • Klarna / BNPL: "Jetzt kaufen, später bezahlen" steigert Conversion — besonders bei höherwertigen Produkten
  • SEPA-Lastschrift: Günstigste Option (0,35 € je Transaktion), vertrauenswürdig bei deutschen Kunden

Fazit: Die richtige Plattform für deinen Webshop

Es gibt keine universell "beste" Webshop-Plattform — es kommt auf deine Situation an:

  • 🚀 Schnell starten, wenig Technik: Shopify
  • 🔧 Flexibel, günstiger Betrieb: WooCommerce
  • 🏭 B2B, Mittelstand: Shopware
  • 💎 Maximal individuell: Custom Development via Agentur

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